Unfall mit meinem Porsche 911 GT3 RS - was wirklich passiert ist

Unfall mit meinem Porsche 911 GT3 RS - was wirklich passiert ist

GAME OVER?

Seit drei Monaten habt ihr meinen geliebten GT3 RS nicht mehr gesehen. In diesem Video erzähle ich zum ersten Mal offen, was passiert ist, und gehe gemeinsam mit dem Sachverständigen Markus Fronius den kompletten Schaden durch. Es ist kein leichtes Video, aber ein ehrliches. Alle wichtigen Punkte fasse ich dir darunter noch einmal in Ruhe zusammen.

Der Sachverständige aus dem Video: Kfz-Sachverständigenbüro Fronius – unabhängige Kfz-Gutachten, Wert- und Sportwagengutachten sowie Begleitung zum Gebrauchtwagenkauf an mehreren Standorten in Süddeutschland. Mehr Infos unter gutachter-fronius.de und auf dem YouTube-Kanal von Fronius, wo es zu diesem Fall noch zwei weitere ausführliche Videos gibt.

Das Video, das ich nie machen wollte

Das hier ist der Beitrag, den ich mir immer anders gewünscht hätte. Viele meiner treuen Follower haben es längst bemerkt: Mein Porsche 911 GT3 RS, mein absolutes Traumauto, war seit drei Monaten nicht mehr zu sehen. Und das hat einen Grund – einen großen und keinen schönen. Nennen wir es beim Namen: Ich hatte einen Unfall. Und keinen kleinen.

Es fällt mir wirklich schwer, darüber zu sprechen. Ich habe diesen GT3 RS 14 Monate lang gefahren, über 9.500 Kilometer selbst zurückgelegt, ihn konfiguriert, geliebt, gepflegt und in meinen unverwechselbaren grün-pinken Traum verwandelt. Ich fahre im Jahr rund 40.000 Kilometer, habe zahlreiche Fahrsicherheitstrainings absolviert, unter anderem über mein Porsche Zentrum Bayreuth, und war der festen Überzeugung, das Fahrzeug sicher zu beherrschen. Dass ich einmal so schnell zur Beifahrerin im eigenen Auto werde, hätte ich nie gedacht. Doch ich bin überzeugt: Man muss immer das Beste aus jeder Situation machen und ehrlich bleiben. Deshalb erzähle ich euch heute die ganze Geschichte.

Was ist passiert? Der Unfallhergang

Es war Ende April, ich war auf dem Weg zur ersten Frühschicht des Jahres. Das Wetter war eigentlich schön, am Tag zuvor hatten wir über 25 Grad und strahlenden Sonnenschein. Dann hat mich unterwegs ein plötzlicher, heftiger Platzregen überrascht. Bei erlaubten 120 km/h war ich nur rund 100 km/h unterwegs, als es das Fahrzeug seitlich herausgetragen hat. Ich kam mit dem Vorderrad und der Seite in die Leitplanke.

In dem Moment habe ich sofort gehandelt: Ich musste das Auto sicher zum Standstreifen bringen. Das habe ich getan und bin dafür rund 300 Meter bis zur nächsten Anschlussstelle gefahren, um nicht mitten auf der zweispurigen Autobahn stehen zu bleiben. Dann Warnwesten raus, Polizei gerufen, den Schaden gemeldet und Porsche Assistance kontaktiert. Erst als ich hinter der Leitplanke stand und genauer hinschaute, wurde mir klar, dass das Ausmaß deutlich größer ist, als ich zunächst dachte – der Scheinwerfer fehlte, das ganze Rad war weg.

Das Wichtigste zuerst: Weder mein Beifahrer Nikolai noch ich haben uns verletzt. Es ist kein Fremdschaden an Personen entstanden – wirklich nichts. Im Innenraum haben wir von den enormen Kräften, die gewirkt haben, kaum etwas gespürt. Es gab keinen ausgelösten Airbag, keinen Gurtstraffer und nicht einmal einen blauen Fleck. Das Auto hat genau das getan, wofür es gebaut wurde: Es hat uns geschützt. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Der erste Anblick beim Gutachter

Für dieses Video bin ich zum Kfz-Sachverständigenbüro Fronius gefahren. Ich habe meinen GT3 RS an diesem Tag zum ersten Mal seit dem Unfall wiedergesehen – gereinigt und in Teilen demontiert, damit wirklich jeder Schaden erkennbar ist. Sogar der Unterboden wurde abgenommen, um alles vollständig aufnehmen zu können. Diese ganze Koordination mit Gutachter und Versicherung hat mein Porsche Zentrum übernommen, wofür ich sehr dankbar bin.

Es war ein sehr schwerer Anblick. Besonders eindrücklich: Meine Magnesiumfelge ist regelrecht zerborsten, Teile davon steckten sogar in der Fahrzeugtür. Von der Felge war am Ende nur noch der innere Kranz übrig. Man sieht deutlich, welche enormen Kräfte hier gewirkt haben – und trotzdem ist im Innenraum nichts davon angekommen.

Der Schaden im Detail – die Begutachtung mit Markus Fronius

Gemeinsam mit dem Sachverständigen gehe ich im Video den kompletten Schaden durch – ehrlich und ungeschönt. Da es sich um einen Kaskoschaden handelt, wurde der Gutachter von der Versicherung gestellt. Zusätzlich wollte ich eine unabhängige zweite Meinung, so wie man beim Arzt auch eine Zweitmeinung einholt. Denn es stehen sich immer zwei Seiten gegenüber: ich als Geschädigte und die Versicherung. Eine unabhängige Bewertung schafft hier Klarheit.

Neben den offensichtlichen Schäden wie Stoßstange, Spoiler, Kotflügel und Scheinwerfer gibt es viele Schäden, die man nur im Detail erkennt: ein aus dem Vorderwagen gerissenes Gewinde, die verformte Stirnwand, Beschädigungen am Unterboden. Vieles davon hätte ich als Laie überhaupt nicht erkannt – erst der Fachmann macht die ganze Tragweite sichtbar. Die Dimensionen sind heftig:

Bauteil Ungefähre Kosten (netto)
Kompletter Vorderwagen (zu ersetzen) ca. 17.000 - 18.000 Euro
Carbon-Tür 16.500 Euro
Kotflügel über 15.000 Euro
Ein einzelnes Unterboden-Bauteil ca. 2.800 Euro
Ersatzteile gesamt rund 255.000 Euro
Reparaturzeit (laut Porsche Zentrum) bis zu 9 Monate

Ein wichtiger Punkt, den Markus im Video betont: Gerade weil dieses Fahrzeug so speziell ist, sind viele Teile extrem teuer und müssen teilweise erst gefertigt werden. Bei einer Porsche-Werkstatt liegt der Stundensatz zudem bei rund 300 Euro. Eine Instandsetzung einzelner Teile wäre theoretisch möglich, bei diesem Gesamtschaden aber wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Reparieren oder nicht? Die klare Einschätzung des Experten

Die Frage, die mich am meisten beschäftigt hat: Kann man das Auto reparieren? Die Antwort des Gutachters war eindeutig – nein. Bei diesem Fahrzeug macht eine Reparatur keinen Sinn. Man müsste am Ende mehr aufwenden, als das Auto neu gekostet hat. Dazu kommt: Selbst nach einer perfekten Instandsetzung bliebe es ein Unfallfahrzeug. Bei einem späteren Verkauf müsste ich den Unfall angeben, und in dieser Preisklasse würde der Wert massiv sinken oder das Auto gar nicht mehr verkäuflich sein.

Es kommt noch ein Sicherheitsaspekt dazu: Ein GT3 RS ist dafür gebaut, sehr hohe Geschwindigkeiten zu fahren. Bei so einem Fahrzeug möchte man absolut sicher sein, dass nach einem derartigen Schaden alles wieder hundertprozentig stimmt. Der Sachverständige und ich waren uns einig: Da hätte man immer ein ungutes Gefühl. Deshalb wird mein GT3 RS zum Restwert abgegeben und geht in die Restwertbörse. So schwer mir diese Entscheidung fällt – sie ist die einzig sinnvolle.

Warum ein Fahrzeug-Check beim Gebrauchtwagenkauf so wichtig ist

Mein Fall zeigt eindrücklich, warum die Historie eines Fahrzeugs so wichtig ist. Mein GT3 RS wurde von Porsche gesperrt und hat dadurch einen Eintrag bei carVertical. Aber Vorsicht: Bei einem Kaskoschaden darf die Versicherung die Daten oft nicht weitergeben. Und wenn jemand ein beschädigtes Auto in einer freien Werkstatt reparieren lässt, entsteht unter Umständen gar kein Eintrag – das Fahrzeug gilt dann weiterhin als unfallfrei. In Deutschland fließen diese Daten leider nicht automatisch zusammen, anders als etwa in den USA.

Genau deshalb gilt für mich: Vor dem Gebrauchtwagenkauf immer die Fahrgestellnummer prüfen. Wenn dort bereits etwas hinterlegt ist, weiß man sofort Bescheid. Und wenn nichts gefunden wird, sollte man bei hochwertigen Fahrzeugen zusätzlich einen unabhängigen Gutachter drüberschauen lassen. Lieber einmal zu viel geprüft, als später eine böse Überraschung zu erleben. Man sollte carVertical also nicht dafür kritisieren, dass nicht immer alles hinterlegt ist – ein Check ist immer besser als kein Check.

Wie es weitergeht

Wie genau es mit dem GT3 RS weitergeht, wer ihn übernimmt und was aus ihm wird, erfahrt ihr in Zukunft. Möglicherweise wird es dazu noch ein separates Video geben. Ein spannendes Detail, das ich durch Markus gelernt habe: Bei der Besteuerung von Fahrzeugen gibt es große Unterschiede, die beim Wiederbeschaffungswert im Gutachten eine enorme Rolle spielen – bei diesem Auto macht das rund 50.000 Euro aus. Dazu gibt es auf dem YouTube-Kanal von Fronius ein eigenes, sehr informatives Video.

Mein persönliches Fazit

Dieser Unfall hat mir eine wichtige Sache noch einmal vor Augen geführt: Man weiß nie, wie es weitergeht – auch nicht mit den Dingen, die man liebt. Ich habe so viel Herzblut und auch viel Geld in dieses Auto und die Folierung investiert. Umso mehr gilt mein Appell an dich: Genieße wirklich jeden einzelnen Tag. Materielle Dinge lassen sich ersetzen, und am Ende zählt, dass Nikolai und ich gesund sind.

Ich danke euch von Herzen, dass ihr diese Reise mit mir geht – die schönen Momente und auch die schweren. Ihr habt meinen GT3 RS von der Bestellung bis zu den schönsten Alpenpässen begleitet, und ihr seid auch jetzt an meiner Seite. Das bedeutet mir unendlich viel.

Häufige Fragen zum GT3 RS Unfall (FAQ)

Was ist mit dem Porsche 911 GT3 RS von quattroqueen01 passiert?
Ich hatte Ende April auf dem Weg zur ersten Frühschicht des Jahres einen Unfall mit meinem GT3 RS. Ein plötzlicher Platzregen hat mich bei etwa 100 km/h überrascht, das Fahrzeug wurde seitlich herausgetragen und kam in die Leitplanke. Weder mein Beifahrer noch ich wurden verletzt. Das Auto hat einen sehr hohen Schaden und wird zum Restwert abgegeben.
Wurde bei dem GT3 RS Unfall jemand verletzt?
Nein. Weder mein Beifahrer Nikolai noch ich haben uns verletzt. Es ist kein Fremdschaden an Personen entstanden. Es gab keinen ausgelösten Airbag, keinen Gurtstraffer und nicht einmal einen blauen Fleck. Das Fahrzeug hat seinen Zweck erfüllt und uns geschützt.
Wie hoch ist der Schaden am GT3 RS?
Der Schaden ist enorm. Allein der Vorderwagen kostet als Teil rund 17.000 bis 18.000 Euro netto, die Carbon-Tür 16.500 Euro netto, der Kotflügel über 15.000 Euro. Die Ersatzteile summieren sich auf rund 255.000 Euro. Laut Gutachter Markus Fronius ist eine Reparatur bei diesem Fahrzeug nicht sinnvoll.
Wird der GT3 RS repariert?
Nein. Die klare Einschätzung des Sachverständigen ist, dass eine Reparatur bei diesem Fahrzeug keinen Sinn macht. Die Teile sind extrem teuer, die Reparaturzeit hätte bis zu 9 Monate betragen. Der GT3 RS wird zum Restwert abgegeben und geht in die Restwertbörse.
Warum ist ein Fahrzeug-Check beim Gebrauchtwagenkauf so wichtig?
Mein Fall zeigt es deutlich: Mein GT3 RS wurde von Porsche gesperrt und hat dadurch einen carVertical-Eintrag. Aber bei einem Kaskoschaden darf die Versicherung die Daten oft nicht weitergeben, und wenn ein Auto in einer freien Werkstatt repariert wird, entsteht gar kein Eintrag. Deshalb sollte man vor dem Kauf die Fahrgestellnummer prüfen und bei hochwertigen Fahrzeugen zusätzlich einen Gutachter drüberschauen lassen.
Wie kam es zu dem Unfall?
Ich war bei gutem Wetter unterwegs, als mich ein plötzlicher Platzregen überrascht hat. Bei erlaubten 120 km/h war ich nur rund 100 km/h unterwegs. Das Fahrzeug wurde seitlich herausgetragen und kam mit der Vorderseite in die Leitplanke. Ich konnte das Auto anschließend sicher am Standstreifen abstellen.
Warum wurde ein unabhängiges Gutachten erstellt?
Da es sich um einen Kaskoschaden handelt, wurde der Gutachter von der Versicherung gestellt. Zusätzlich wollte ich eine unabhängige zweite Meinung und habe mich an den Sachverständigen Markus Fronius gewandt. Eine unabhängige Bewertung schafft Sicherheit und Klarheit über den tatsächlichen Schaden und den Wert des Fahrzeugs.

Die ganze Geschichte auf meinem YouTube-Kanal

Alle Videos rund um meinen GT3 RS und meine Auto-Reise findest du auf meinem Kanal. Abonniere ihn, um nichts zu verpassen.

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